Wolfgang Ellenberger

Fingersatz-Edition

Fingersatz beim Klavierspiel

Ein gründliches Essay

Ein systematischer Fingersatz

als Voraussetzung zum Freien Musizieren

Es gibt nur sehr wenige tiefschöpfende und nur wenige bekannte Schriften über den Fingersatz beim Klavierspielen, so z.B. von Tobias Matthay "Principles of Fingering" (Bosworth).

In meiner Unterrichtstätigkeit als Klavierlehrer fiel mir immer deutlicher auf, daß die meisten Stockungen im Spielfluß der Schüler durch Nachdenken über die Setzung der Finger verursacht waren. Das veranlaßte mich dazu, im Laufe von zwölf Jahren ein flexibles Fingersatzsystem zu entwickeln, welches sich in der eigenen Praxis und in der meiner Schüler bestens bewährt.

Mir sind auch als approbierter Mediziner von der Physiologie bzw. der Psychologie der Reizverarbeitung her viele Dinge klar, an denen die sogenannte Berufspraxis der Musiker zu Unrecht achtlos vorbeigeht: Wenn ich mir nämlich ein anpassungsfähiges System schaffe, so kann ich immer tiefer in die Materie eines Faches eindringen; genauso kann eine richtige Klaviertechnik im Dienste der Musik die Befreiung in die eigentlichen, höheren Sphären der Musik ermöglichen.

Dagegen schafft ein Zufallsfingersatz gerade in der entscheidenden Aufführungssituation Grenzen, die unerwünscht sind. Mit Zufallsfingersatz meine ich auch einen wohl motorisch einstudierten, aber nicht schriftlich fixierten und daher nicht vollständig professionell bewußt gemachten Fingersatz. Mit einem System zu arbeiten bedeutet für jedes Stück am Anfang eine ggf. stundenlange, aber lohnende Mühe. Deren Früchte kann man aber auf Dauer genießen. Die Schüler, die sich der Mühe unterzogen haben, sind immer von der Methode überzeugt gewesen. Das System wächst mit den Erfahrungen des Einzelnen immer weiter, kann daher nur als Anregung zum eigenen Suchen gemeint sein und kollegialen Erfahrungsaustausch anbieten.

Genug der Vorrede, jetzt geht es zur Sache mit der 5-Finger-Lage

 

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