9) Oktaven: Leere Oktaven werden ja praktisch immer mit dem Daumen auf der einen Seite gespielt, deswegen lassen wir ihn von der Angabe weg, schreiben aber die verwendeten Finger 3, 4 oder 5 in der normalen Lagenschreibweise, als ob die entsprechende Linie einstimmig wäre. (Siehe auch Beispiel 10).

Gefüllte Oktaven haben ja fast immer 1 und 5 oben und unten. Daher genügt bei drei- und vierstimmigen Oktav-Akkorden die Angabe, ob der 3. oder der 4. Finger den entsprechenden Mittelton nimmt. Bei vierstimmigen Oktavakkorden wird ja praktisch immer der 2. Finger mitbenutzt und muß nicht angegeben werden. Striche über und unter den Mittel-Zahlen zeigen, daß sie sich auf die Mitte des Akkordes beziehen. (Siehe auch Beispiel 14).

Bei besonderen Lagenaufteilungsmöglichkeiten kann man auch eine Akkordreihe auf eine Fünf-Finger-Lage beziehen.

Bei den sehr häufigen Oktavarpeggien wird im gleichen Sinne der Oktavgriff statt mit 1 und 5 übersichtlicher durch die Oktavklammer gekennzeichnet und die notwendige(n) Mittelzahl(en) angegeben.

Bei Arpeggien über mehr als eine Oktave wird an den Anfang der Klammer eine kleine Zacke gemacht, um die Übergröße anzuzeigen.

im FINALE-Notensatzprogramm bin ich dazu übergegangen, eine gestrichelte eckige Klammer für Griffe oder Arpeggien über mehr als eine Oktave zu verwenden:

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