Fünf-Finger-Lage

1) Basis für die Anordnung der Finger auf den Tasten ist natürlich die bekannte "Fünf-Finger-Lage", derer es nur sieben verschiedene von jedem Stammton der C-dur-Tonleiter ausgehend gibt. Der Finger eines Stammtones (g) ist auch zuständig für dessen Ableitungen (ges, gis). Die Lagenbestimmung ist bei schwierigen chromatischen Läufen ganz einfach verständlich, indem man probehalber nur die weißen Tasten ohne # oder b besetzt.


Eine Hauptregel ist es, nur die absolut notwendigen Informationen hinzuschreiben, um auch die geringste überflüssige Benutzung der Konzentration/Aufmerksamkeit auszuschalten. Das heißt, so lange eine Hand in einer Lage spielt (auch wenn sich Vorzeichen ändern), darf keine weitere Zahl über die Noten geschrieben werden, sozusagen als "idiotensichere" Bestätigung der schon vorhandenen Position! Deswegen mache ich alle in diesem Sinne überflüssigen Zahlen von dem Herausgeber eines Stückes unkenntlich, am Besten mit Schreibmaschinen- Korrekturlack. Noch effektiver ist die neue Fingersatz-Edition von ClassiCulturCentrum, in der das System konsequent bei etlichen beliebten Klavierstücken angewendet veröffentlicht wurde.

Daraus folgt, daß sich die Hand eine andere Art von Sicherheit angewöhnt, sich nämlich immer dann -und nur dann- seitwärts zu bewegen, wenn eine Fingerzahl über oder unter einer Note steht; sie lernt eine gewisse "Fingersatz-Sprache"!

Es werden auch konsequent die Zahlen senkrecht über oder unter die Noten projiziert geschrieben, quasi eine eigene Fingersatzzeile, auch wenn es etwas mehr Platz kostet. Für die rechte Hand kommen die Zahlen über, für die linke Hand unter die Notensysteme. Deswegen ist das Notenbild der Fingersatzedition von ClassiCulturCentrum absichtlich sehr großzügig, um durch Übersichtlichkeit eine größtmögliche Bewußtseinsklarheit zu unterstützen. Wie bei einem Koordinatensystem gelten alle vertikal übereinander geschriebene Informationen als gleichzeitig; gewissermaßen als graphische Verdeutlichung mancher Vorgänge.

Jetzt folgen als Neuheit einige Zusatzzeichen, die bei entsprechender Gewöhnung auf die Hand regelrechte Reflexe für bestimmte Bewegungsmuster bilden. Sie sind in Verbindung mit ihrer immer zu gewährleistenden Eindeutigkeit wesentliche Voraussetzung zu großer Spielsicherheit; so sehe ich es auch vom physiolgischen Reizverarbeitungsvorgang her leicht begründet.

Symbole:

ad 1) Normale Zahl: Bezeichnet eine Fünf-Finger-Lage. Jede Lage hat fünf Namen und wird im Gespräch immer nach dem ersten aus ihr auftretenden Ton benannt.

Im Beispiel 3 sind die Namen 1 g, 2 a, 3 h, 4 c, 5 d;

aber der "Rufname" der Lage ist 5 d.

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